Geschichte

Der Deutsche Jagdterrier (DJT) ist im Vergleich zu anderen eine recht junge Jagdhunderasse. Namen wie Carl Erich Grunewald, Rudolf Frieß, Walter Zangenberg und Dr. Herbert Lackner sind eng mit der Herauszüchtung dieser Rasse verbunden.

Noch vor dem ersten Weltkrieg entwickelten sich die Foxterrier immer mehr vom Jagdhund zum Begleit- bzw. Modehund. So wurde es immer schwieriger geeignete Zuchttiere mit Schärfe und dem nötigen Jagdverstand zu bekommen. Prüfungssieger aus Schaulinien ohne jagdliche Anlagen wurden zur Zucht herangezogen, mit gravierenden Folgen. Die jagdlichen Attribute wie Nasenleistung, Schärfe und Jagdverstand gingen massiv zurück. Das durfte nicht sein! Ein Zufall kam zu Hilfe, denn von Zoodirektor Lutz Heck erwarb Walter Zangenberg einen Wurf 2,2 Welpen mit schwarzer Deckfarbe und roten Abzeichen, die von einer fast schwarzen Foxterrierhündin und einem englischen Rüden abstammten. Mit diesen Hunden wurde weitergezüchtet und alte erprobte Jagdfoxterrier eingekreuzt. Die dunkle Farbe setzte sich durch und alle Fehlfarbenen Hunde, gescheckt oder weiß, wurden selektiert und nicht zur Zucht zugelassen. Der spätere Präsident des DJT-Clubs Dr. Herbert Lackner kreuzte noch zweimal „Old englisch Terrier“, vermutlich Welsh-Terrier, ein und so bildete sich die endgültige Form des Deutschen Jagdterriers heraus. Im Jahre 1926 wurde der Deutsche Jagdterrierclub e.V. gegründet und am 3. April 1927 die Hunde zum ersten mal der Öffentlichkeit, im Rahmen einer Sonderschau in Gießen (Hessen), vorgestellt. Als Richter wurde Forstmeister R. Frieß, aus Merzalben (Pfalz) benannt. Das Interesse der Jägerschaft war, trotz 50 Pfennig Eintritt, recht groß.

Erst 1968 wurde die Rasse auch international offiziell anerkannt.

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