Birka erwarb das Leistungsabzeichen S mit Härtestrich!

Schon lange freuten wir uns auf das letzte Wochenende im Juni.  Mit einer großen Anzahl von DJT-Freunden, aus dem Landesverband Rheinland-Pfalz, trafen wir uns in Grand/Frankreich, um unsere Hunde im Schwarzwildgatter einzuarbeiten und evtl. bei entsprechender Leistung eine Verhaltensbewertung am Schwarzwild im Rahmen der jagdgesetzlichen Vorschriften zu erhalten.

Die Organisation wurde von einem Vorstandsmitglied der DJT-Gruppe Rheinland-Pfalz und unserem Jagdfreund Jean Capesius (Luxemburg) in hervorragender Weise durchgeführt. Hierzu gehört sehr viel Idealismus, wissen doch einige Freunde manchmal nicht was sie wollen …reservieren…absagen…zusagen… absagen… und dann Hotelreservierung und…und…und!

Nach sechsstündiger Fahrt, leider mit großen Staus, kamen wir an unserem Hotel in Neufchâteau an. Zimmer bezogen, Hunde versorgt und dann gemütlich im Restaurant gespeist und das eine oder andere Getränk zu sich genommen. Natürlich gab es viel zu erzählen und ich glaube, die Bedienung war froh, als wir zu später Stunde unsere Zimmer aufsuchten. Um sieben Uhr Aufbruch zum Frühstück, in Frankreich nicht gerade umfangreich, aber völlig ausreichend. Um 09:00 Uhr trafen wir uns in Grand am Wildschweingatter. Unser Landesgruppenleiter Albrecht Veith stellte sich und seine Richterkollegen als Leistungsrichter  vor. Sie hielten eine kurze, aber klar strukturierte Ansprache. Für die Vergabe des Leistungszeichen „S“ ist freies und selbstständiges Suchen und Finden des Schwarzwildes, lautes Jagen und Vorbringen des Wildes erforderlich. Das Leistungszeichen „S/“ (mit Härtestrich) kann vergeben werden, wenn der Deutsche Jagdterrier nach freier und selbständiger Suche das Schwarzwild hart bedrängt (Fassversuche), so dass ein Fangschuss oder Abfangen möglich ist. Für beide Leistungszeichen ist erforderlich, dass der Deutsche Jagdterrier alleine und selbständig arbeitet und sobald er gefunden hat, konsequent am angejagten Stück bleibt. Ausdrücklich wurde darauf hingewiesen, dass wir keine überscharfen Hunde brauchen, die sich total verbeissen und damit sich selbst gefährden. Sollte dies vorkommen, wird dieser Hund von den weiteren Arbeiten ausgeschlossen. Danach wurde die Reihenfolge ausgelost und recht bald mit den Arbeiten begonnen. Ich kam mit Birka nach dem Mittagessen an die Reihe. Sie fand in dem etwas über 3 ha großen Gatter innerhalb von 30 sec. Schwarzwild, bedrängte dieses hart, ausdauernd und brachte dieses mit viel Passion vor. Nach Beendigung der Arbeit war ich natürlich sehr stolz auf meine junge Hündin. Wer seinen Hund optimal auf die Saujagd vorbereiten will, kommt an der Einarbeitung im Schwarzwildgatter nicht vorbei. Durch umfangreiche Forschungsarbeiten wurde eine geringe Stressbelastung der Gattersauen bewiesen. Bei dem großen Sauenaufkommen wird von unseren Jagdhunden verlangt, dass sie die Sauen in ihren Einständen finden und in Bewegung bringen. Hierzu sind gut eingearbeitete und erfahrene Hunde notwendig.

Wie geht es mit Birka weiter? Zur Zeit wird eifrig im Rahmen eines Hundeführerlehrgangs der Kreisgruppe Mayen-Koblenz geübt. Gehorsam, Apport, Schleppen, Schweiß- und Wasserarbeit stehen auf dem Programm. Dies kann ich nur jedem Hundeführer empfehlen, erhalten wir doch durch die gemeinsame Arbeit mit Gleichgesinnten sozialverträgliche brauchbare Jagdhunde.