Archiv der Kategorie: Frontpage

Carlos und Casper mit Birka auf einem Stoppelacker!

 

Wir sind in der 9. Woche. Cyra und Carl haben uns verlassen und ein neues Zuhause gefunden. Beide hatten keinerlei Probleme mit der langen Autofahrt. In Ihrem neuen Rudel haben sie bereits ihren Platz gefunden. Cyra, sowie Carl kamen in ein schon bestehendes Rudel mit anderen Hunden, von einem Prager Ratler, Deutsche Wachtel, Patterdale Terrier, Polnische Bracke bis hin zum Rottweiler und Malino. Beide haben bereits Freundschaften geschlossen. So muss es sein! Ich war heute mit Casper und Carl0s auf einem Stoppelacker. Hier tobten sie ausgelassen über das Feld. Spitze Halme, kein Problem! Carl wartet jetzt auf seine Familie die bis nächsten Sonntag in Urlaub ist. Casper, unser glatthaariger Rüde, ist noch zu haben!!!

 

C-Wurf: 3.-4. Woche

Erste Eindrücke vom C-Wurf, dem ersten Wurf von Birka! Was uns besonders an diesem Wurf gefällt, ist die Ruhe, die Mutter und Welpen zeigen. Einfach toll!

Die Welpen vom C-Wurf sind da!

Unsere Hündin Birka vom Keltental wölfte am 21.06.2016 vier kräftige Welpen. Drei Rüden und eine Hündin! Bei einem Geburtsgewicht von 300 – 340 g, haben sie bis gestern Abend bereits im Durchschnitt 172 g zugenommen. Birka ist eine sehr liebevolle Mutter, sie versorgt ihre Kleinen so, als hätte sie schon etliche Würfe großgezogen.

Auch während der Geburt, musste keine Hilfestellung geleistet werden. Alles erledigte sie alleine! Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Wochen! Als Züchter versuche ich, den Welpen die Unterstützung zur Entwicklung zu geben, die sie als zukünftige Jagdhunde brauchen.

Birka erwartet Welpen!

Hallo Freunde der DJT vom Keltental!

Nach einer Ultraschalluntersuchung steht fest, Birka hat aufgenommen. In der Woche vor Ostern machte meine Frau und ich uns auf, um den Rüden Yack vom Mardersteg anzuschauen. Er kam als Deckrüde in die engere Wahl. Eine große Strecke lag vor uns, schließlich mussten wir bis in den oberen Zipfel von Mecklenburg-Vorpommern. Ja, er gefiel uns und wohl auch unserer Hündin. Schließlich ging es wieder zurück und es hieß warten auf die Hitze. Am 19.04. war es dann soweit, ich fuhr wieder nach Mecklenburg-Vorpommern und die Verpaarung klappte auf Anhieb. Es war wohl eine Punktlandung!

Folgende Zuchtwerte bei den Welpen sind zu erwarten:

Größe: 104 ; Nase: 120; Spurlaut: 110; Härte: 111; Wasser: 118; PLL: 0

IMG_9016

 

IMG_9062

An alle Freunde der Deutschen Jagdterrier vom Keltental!

Wieder ist ein ereignisreiches Jahr zu Ende gegangen und ein neues Jahr hat begonnen. Es ist, neben der arbeitsreichen Jagdzeit für unsere Deutschen Jagdterrier, auch die Zeit um zurückzublicken und sich Ziele für das neue Jahr zu setzen.
Für dieses Jahr ist in unserem Zwinger vom Keltental der C-Wurf geplant! Wenn alles gut verläuft ist vorgesehen, Birka vom Keltental während der nächsten Hitze (wahrscheinlich März) belegen zu lassen. Ein passender Rüde wurde bereits ins Auge gefasst! Laut Paarungsplanung sind hier sehr gute Zuchtwerte zu erwarten. Mehr soll noch nicht verraten werden.

Allen Freunden der Deutschen Jagdterrier wünsche ich für das neue Jahr Gesundheit, Zufriedenheit und Erfolg. Für unsere ständigen Begleiter, den kleinen schwarz-roten-Jagdgesellen, ein möglichst unfallfreies Jagen mit erfolgreicher Arbeit und aufregenden Jagderlebnissen.

Werner Hoffend

Birka ist Prüfungssiegerin!

Ein turbulentes Wochenende liegt hinter uns. Erst langsam legt sich die Anspannung. Aber greifen wir zurück.

Es ist Samstag 6:00 Uhr als wir in Richtung Saarland zur DJT Gebrauchsprüfung des Landesverbandes losfuhren. Es ging extra früh los, damit wir rechtzeitig und entspannt (soweit dies vor so einer Prüfung überhaupt möglich ist) in Hüttersdorf ankommen. Nach ca. 20 Minuten Fahrt leuchtete plötzlich auf dem Display das Zeichen EPC auf, mit dem Hinweis Motorstörung. Dies war dann auch plötzlich deutlich zu spüren. Wir mussten umkehren! Mit reduzierter Leistung fuhren wir von der Autobahn an der nächsten Abfahrt ab und zurück nach Hause. Dort erfolgte ein fliegender Wechsel, Auto ausräumen und alles in den Kleinwagen meiner Frau. Dann ging es sofort wieder los. Diese Aktion hatte uns ca. eine Stunde Zeit gekostet. Wir riefen den Prüfungsleiter an und informierten ihn über die Autopanne. Schließlich waren wir rechtzeitig vor Ort und die Prüfung konnte beginnen.

Die Schweißarbeit war die erste Disziplin. Ich hatte Tagfährte gemeldet. Sie wurde ausgelost und ich zog die Nr. 1. Also keine Zeit für Nervosität, es ging direkt los. Birka ein, zwei Meter vor dem Anschuss abgelegt, den Anschuss untersucht und dann das Kommando „Such verwund“. Ausgiebig untersuchte Birka den Anschuss. Deutlich war das Aufnehmen der Witterung zu hören. Dann zog sie zielstrebig voran. Nach ca. 200 m kamen wir an einen Waldweg, den Birka überquerte. Ich war mir nicht ganz sicher. Daher das Kommando: „Birka, ablegen!“, sie legte sich hin und ich versuchte selbst Schweiß zu entdecken. Auf einer Moosfläche sah ich einen dunklen Flecken, der meines Erachtens dort nicht hingehörte. Genauer untersucht und tatsächlich „Schweiß“. Also hatte, wie so oft, der Hund recht! Weiter ging es durch Gestrüpp und Dickung, bis wir zu einem größeren Farnfeld kamen. Plötzlich wurde Birka flotter, zog stramm nach rechts und wurde schneller. Halt! Da stimmt was nicht, ich bremste sie nach ca. 20 m ab und trug sie bis zum Abgang zurück. Sie war einer frischen Fährte gefolgt. Sauen waren durch den Farn gezogen und hatten deutlich Spuren hinterlassen. Schließlich ging es weiter und bald standen wir vor dem Stück. Weitere Disziplinen folgten: Bringen von Haarwild und Federwild, Freiverlorensuche von Federwild und dann die Wasserarbeit. Hierzu mussten wir noch einige Kilometer zum Gewässer fahren. Unterwegs klatschte plötzlich ein kleiner Stein auf die Windschutzscheibe. Folge: ein Riss von außen nach innen, ca. 30 cm lang. Welche ein Pech! Gott sei dank, sie hielt stand.

Bei der Wasserarbeit hatten wir Glück, Wildenten waren im Schilf und da zeigte Birka was in ihr steckt. Die Richter sahen eine tolle Wasserarbeit. Kein Schilfteil wurde liegen gelassen. Wieder eine Top-Note. Ein Richter machte die Bemerkung: „In meinem Richterleben habe ich eine solche Leistung noch von keinem Deutschen Jagdterrier gesehen“.

Nach einer etwas unruhigen Nacht stand als erste Prüfung das Ziehen aus der Röhre an, danach Verhalten auf dem Stand, Leinenführigkeit, Gehen frei bei Fuß und freies Ablegen. Etwas Sorge hatte ich vor dem Fach Verhalten auf dem Stand, da Birka in der vergangenen Jagdsaison schon eifrig auf Sauenjagden mitgewirkt hatte. In dieser Disziplin muss sie neben ihrem Führer abgelegt werden und sich ruhig verhalten, während eine Jagd simuliert wird, mit Anblasen des Treibens, durchgehen der Treiber mit Schussabgaben und Abblasen des Treibens mit Hahn in Ruh! Ich war überrascht, denn bei einer Übung vor 14 Tagen zeigte sie sich recht aufgebracht. Heute verhielt sie sich absolut korrekt. Ihre Anspannung war deutlich zu bemerken, aber sie war ruhig. Als Abschluss wurde das Fach Stöbern überprüft. Dies geschah anlässlich einer offiziellen Jagd. Auch hier zeigte Birka wieder hervorragende Leistungen. Dank eines Navigationsgerätes konnte ich ihren Stöberkreis gut beobachten. In ihrem zugewiesen Stück machte sie Wild hoch und verfolgte dieses Spurlaut! Nach der Auswertung stand fest: Birka war Prüfungssiegerin mit 304 Punkten im I. Preis!

IMG_4000

Schließlich waren zwei anstrengende Tage für die Hunde und ihre Führer bzw. Führerin zu Ende.

Ein besonderer Dank gilt der Richtergruppe für ihr jagdnahes und faires Richten. Desweiteren Dank an das Organisationsteam mit dem Prüfungsleiter, Ehefrau und den vielen Helfern im Hintergrund!

Waidmannsdank und Ho-Rüd-Ho

 

Birka bei der Ausbildung

Im neuen Video zeige ich Euch Ausschnitte diverser Übungen wie Vorbereitung zum Bringselverweisen, Apportierübungen, Ablegen, usw..

…bald gibt es ein neues Kurz-Video von Birka!

Liebe DJT-Keltentalfreunde,

schon bald wird es wieder ein kleines Video geben. Bei dem zur Zeit herrlichen Frühlingswetter habe ich Birka bei der Ausbildung gefilmt. Lasst Euch überraschen!!!

 

Abschied von „Ronja“ (Emma von der Westpfalz)

Eigentlich wollten wir noch ein paar schöne Jahre miteinander jagen, aber es sollte wohl nicht sein!IMG_2209IMG_2223

Ronja lebt nicht mehr.

Ihre Härte, ihre Konsequenz, ihr Wille zu finden, ihre jagdliche Passion, haben ihr das Leben genommen. Auf einer Niederwildjagd stöberte sie einen Fuchs in unmittelbarer Nähe eines großen, sehr alten Fuchs- und Dachsbaues auf und schliefte direkt hinter ihm ein. Ihre Tochter Aika, aus dem ersten Wurf, unmittelbar hinterdrein. Mein Jagdfreund Günther und ich saßen Stunde um Stunde und warteten auf ein Lebenszeichen! Wir hörten keinen Laut, nichts! Trotz umfangreicher Kontrolle mit Bodenmikrofonen und umfangreichen Baggerarbeiten hatten wir keinen Erfolg. Nun sind 15 Tage vergangen und wir müssen das Traurige wohl akzeptieren. Sehr wahrscheinlich sind beide DJT verklüftet oder verschüttet worden.

Man will es nicht fassen, ist traurig, warum sie? Viele Hundeführer erleiden in jedem Herbst und Winter das gleiche Schicksal. Mir ist bewusst, es sind Arbeitshunde für den jagdlichen Einsatz, das letztlich immer mit einem hohen Risiko verbunden ist. Wenn es aber seinen eigenen Hund betrifft, wird es für einen selbst erst besonders schlimm.

Ich sehe Ronja noch als kleinen Welpen bei uns Einzug halten. Die erste Begegnung mit unserem Deutsch Drahthaar-Rüden Asko. Das Kuscheln mit meiner Frau Gabi, die sich eine komplizierte Sprunggelenksfraktur zugezogen hatte und ihr so wieder Auftrieb gab. Die Anhänglichkeit, die sie mir mit Blicken und folgen auf Schritt und Tritt zeigte. IMG_2908Die hervorragenden Jagdprüfungen, die sie mit Höchstpunktzahlen absolvierte. Ihre zwei Würfe, die sie liebevoll versorgte und nicht zuletzt, die sehr guten Leistungen auf der Jagd. Wie oft hörte ich „Bring mal die Ronja, hier muss noch was stecken!“ Und sie fand das Wild. Ob auf der Niederwild- oder Schwarzwildjagd, es war eine Freude sie bei der Arbeit zu beobachten.

Leider hatte Ronja nicht das Quentchen Glück, noch länger in unserem Rudel zu verbleiben.

Wir werden sie nie vergessen!

Das gleiche gilt für unseren Jagdfreund Günther.  Auch ihn trifft es sehr hart, verlor er doch in den letzten drei Jahren seine DJT-Hündin Bella, seine Kurzhaarhündin Heta und nun seine DJT-Hündin Aika vom Keltental.

Die Zeit wird uns den Kummer hoffentlich erträglicher machen und in Erinnerung verwandeln.

Jagdgeschichte: „Langes Warten auf Birka“

Es ist der 09. November 2013, ein wunderschöner Jagdtag steht bevor! Gestern noch starke Regenfälle und heute morgen strahlender Sonnenschein. Ich folge gerne der Einladung meiner Jagdfreunde in einem benachbarten Revier. Wie steht es immer so schön in der Einladung: …gute Hunde und Jagdhornbläser sind herzlich willkommen.

Ronja muss heute leider zu Hause bleiben. Sie hat einen Abszess im Bereich der Analdrüse und bekommt zur Zeit noch Antibiotika. Von einem Einsatz riet mir meine Tierärztin dringend ab! So geht es dann mit der jungen Birka los. Im sogenannten Burghof finden sich allmählich die Jäger und Treiber ein. Wer keinen Hund führt, der zahlt 5 Euro in die Solidaritätskasse unserer Kreisgruppe Mayen-Koblenz. Eine sinnvolle Sache, bleiben die Hundeführer bei einer Verletzung ihrer Hunde nicht alleine auf ihren Kosten sitzen. Die Jagdscheine werden kontrolliert und dann ist noch etwas Zeit um ein Schwätzchen zu halten. Um 9 Uhr erschallt das „Hohe Wecken“ und die „Begrüßung“ aus vielen Jagdhörnern. Wohl die Hälfte der anwesenden Jäger lassen ihre Hörner erklingen, eine schöne Tradition. Nach der Belehrung durch den Jagdherrn und dem Signal „Aufbruch zur Jagd“ geht es mit den Revierführern hinaus.

Mir wird ein Stand im westlichen Teil des Reviers zugewiesen. Nach Verständigung mit dem Standnachbarn mache ich mich fertig. Gewehr laden, sichern, Sitzplatz herrichten, Hund Schutzweste mit Garmin-Navigation anziehen und dann warten bis zum Anblasen des Treibens. Um 09:45 Uhr höre ich das Signal „Anblasen des Treibens“, gebe es weiter und Birka läuft los. Bereits nach kurzer Zeit höre ich ihren Laut, der sich dann stetig entfernt. Schließlich ist nichts mehr zu hören. Ich schaue auf mein Ortungsgerät, oh M…, Batterien alle und keine Ersatzbatterien. Die Batterien hatte ich aufgeladen, aber sie sind wohl schon zu alt. Jetzt muss ich halt, wie vor Jahren ohne Navi, warten.

Es ist 11:00 Uhr und die Treiberwehr kämpft sich durch das Unterholz, von Birka keine Spur! Wo sie wohl steckt? Dann kommt um 11:45 Uhr das Signal „Hahn in Ruh“ und von Birka … kein Lebenszeichen. Ich telefoniere mit verschiedenen Jagdfreunden. Ja, Birka wurde öfters gesehen, aber im Moment war sie nicht da. Immer wieder ein komisches Gefühl. Um halb eins lege ich eine Decke aus und fahre zum Sammelplatz, aber auch dort ist Birka nicht anzutreffen.

Dann klingelt das Telefon und die erlösende Nachricht kommt. Birka ist wohlbehalten aufgegriffen worden und ist auf dem Weg zum Sammelplatz. Endlich kann ich sie in Empfang nehmen! Aber wie sieht sie aus? Die Farbe der Schutzweste war mal gelb/orange, nun ist diese einer einheitlich grau-braunen gewichen. Ob sie sich mit den Sauen in einer Suhle gewälzt hat? Ich war natürlich gespannt, wo sie aufgefunden wurde.

Harald erzählt mir, dass sie gerade dabei waren einige geschossene Sauen mit dem Wildwagen aufzunehmen. Plötzlich hörten sie in einiger Entfernung Standlaut. Sie machten sich bemerkbar! Plötzlich stand Birka vor ihnen, bellte sie an und drehte sofort wieder ab und entschwand  in Richtung Dickung. Wiederum Standlaut. Birka kam noch einmal, bellte und lief zurück. Harald, ein erfahrener Terrierführer, sowie ein befreundeter Jäger aus Kiel, liefen ihr dann hinterdrein und ihnen bot sich folgendes Bild: In einer Brombeerdickung steckte ein Wildschwein mit einem Keulenschuss, stark von Birka bedrängt. Ein Schuss war in dieser Situation nicht möglich. Letztlich konnte der Frischling abgefangen werden. Harald meinte, dass er so etwas noch nicht erlebt hat. Birka holte sie praktisch zum angeschweißten Wild.

Jetzt aber haben wir uns eine deftige Erbsensuppe mit Einlage verdient. Einen kleinen Leckerbissen (natürlich keine Erbsensuppe) gibt es auch für Birka, denn schon bald steht das kurze zweite Treiben an. Ich hatte heute kein Waidmannsheil, aber ich bin auch so sehr zufrieden. Alle Hunde haben den Jagdtag wohlbehalten überstanden.

Die Tagesstrecke: 22 Wildschweine, 7 Füchse, 1 Hase und dies bei 38 Schützen!