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Abschied von „Ronja“ (Emma von der Westpfalz)

Eigentlich wollten wir noch ein paar schöne Jahre miteinander jagen, aber es sollte wohl nicht sein!IMG_2209IMG_2223

Ronja lebt nicht mehr.

Ihre Härte, ihre Konsequenz, ihr Wille zu finden, ihre jagdliche Passion, haben ihr das Leben genommen. Auf einer Niederwildjagd stöberte sie einen Fuchs in unmittelbarer Nähe eines großen, sehr alten Fuchs- und Dachsbaues auf und schliefte direkt hinter ihm ein. Ihre Tochter Aika, aus dem ersten Wurf, unmittelbar hinterdrein. Mein Jagdfreund Günther und ich saßen Stunde um Stunde und warteten auf ein Lebenszeichen! Wir hörten keinen Laut, nichts! Trotz umfangreicher Kontrolle mit Bodenmikrofonen und umfangreichen Baggerarbeiten hatten wir keinen Erfolg. Nun sind 15 Tage vergangen und wir müssen das Traurige wohl akzeptieren. Sehr wahrscheinlich sind beide DJT verklüftet oder verschüttet worden.

Man will es nicht fassen, ist traurig, warum sie? Viele Hundeführer erleiden in jedem Herbst und Winter das gleiche Schicksal. Mir ist bewusst, es sind Arbeitshunde für den jagdlichen Einsatz, das letztlich immer mit einem hohen Risiko verbunden ist. Wenn es aber seinen eigenen Hund betrifft, wird es für einen selbst erst besonders schlimm.

Ich sehe Ronja noch als kleinen Welpen bei uns Einzug halten. Die erste Begegnung mit unserem Deutsch Drahthaar-Rüden Asko. Das Kuscheln mit meiner Frau Gabi, die sich eine komplizierte Sprunggelenksfraktur zugezogen hatte und ihr so wieder Auftrieb gab. Die Anhänglichkeit, die sie mir mit Blicken und folgen auf Schritt und Tritt zeigte. IMG_2908Die hervorragenden Jagdprüfungen, die sie mit Höchstpunktzahlen absolvierte. Ihre zwei Würfe, die sie liebevoll versorgte und nicht zuletzt, die sehr guten Leistungen auf der Jagd. Wie oft hörte ich „Bring mal die Ronja, hier muss noch was stecken!“ Und sie fand das Wild. Ob auf der Niederwild- oder Schwarzwildjagd, es war eine Freude sie bei der Arbeit zu beobachten.

Leider hatte Ronja nicht das Quentchen Glück, noch länger in unserem Rudel zu verbleiben.

Wir werden sie nie vergessen!

Das gleiche gilt für unseren Jagdfreund Günther.  Auch ihn trifft es sehr hart, verlor er doch in den letzten drei Jahren seine DJT-Hündin Bella, seine Kurzhaarhündin Heta und nun seine DJT-Hündin Aika vom Keltental.

Die Zeit wird uns den Kummer hoffentlich erträglicher machen und in Erinnerung verwandeln.

Jagdgeschichte: „Langes Warten auf Birka“

Es ist der 09. November 2013, ein wunderschöner Jagdtag steht bevor! Gestern noch starke Regenfälle und heute morgen strahlender Sonnenschein. Ich folge gerne der Einladung meiner Jagdfreunde in einem benachbarten Revier. Wie steht es immer so schön in der Einladung: …gute Hunde und Jagdhornbläser sind herzlich willkommen.

Ronja muss heute leider zu Hause bleiben. Sie hat einen Abszess im Bereich der Analdrüse und bekommt zur Zeit noch Antibiotika. Von einem Einsatz riet mir meine Tierärztin dringend ab! So geht es dann mit der jungen Birka los. Im sogenannten Burghof finden sich allmählich die Jäger und Treiber ein. Wer keinen Hund führt, der zahlt 5 Euro in die Solidaritätskasse unserer Kreisgruppe Mayen-Koblenz. Eine sinnvolle Sache, bleiben die Hundeführer bei einer Verletzung ihrer Hunde nicht alleine auf ihren Kosten sitzen. Die Jagdscheine werden kontrolliert und dann ist noch etwas Zeit um ein Schwätzchen zu halten. Um 9 Uhr erschallt das „Hohe Wecken“ und die „Begrüßung“ aus vielen Jagdhörnern. Wohl die Hälfte der anwesenden Jäger lassen ihre Hörner erklingen, eine schöne Tradition. Nach der Belehrung durch den Jagdherrn und dem Signal „Aufbruch zur Jagd“ geht es mit den Revierführern hinaus.

Mir wird ein Stand im westlichen Teil des Reviers zugewiesen. Nach Verständigung mit dem Standnachbarn mache ich mich fertig. Gewehr laden, sichern, Sitzplatz herrichten, Hund Schutzweste mit Garmin-Navigation anziehen und dann warten bis zum Anblasen des Treibens. Um 09:45 Uhr höre ich das Signal „Anblasen des Treibens“, gebe es weiter und Birka läuft los. Bereits nach kurzer Zeit höre ich ihren Laut, der sich dann stetig entfernt. Schließlich ist nichts mehr zu hören. Ich schaue auf mein Ortungsgerät, oh M…, Batterien alle und keine Ersatzbatterien. Die Batterien hatte ich aufgeladen, aber sie sind wohl schon zu alt. Jetzt muss ich halt, wie vor Jahren ohne Navi, warten.

Es ist 11:00 Uhr und die Treiberwehr kämpft sich durch das Unterholz, von Birka keine Spur! Wo sie wohl steckt? Dann kommt um 11:45 Uhr das Signal „Hahn in Ruh“ und von Birka … kein Lebenszeichen. Ich telefoniere mit verschiedenen Jagdfreunden. Ja, Birka wurde öfters gesehen, aber im Moment war sie nicht da. Immer wieder ein komisches Gefühl. Um halb eins lege ich eine Decke aus und fahre zum Sammelplatz, aber auch dort ist Birka nicht anzutreffen.

Dann klingelt das Telefon und die erlösende Nachricht kommt. Birka ist wohlbehalten aufgegriffen worden und ist auf dem Weg zum Sammelplatz. Endlich kann ich sie in Empfang nehmen! Aber wie sieht sie aus? Die Farbe der Schutzweste war mal gelb/orange, nun ist diese einer einheitlich grau-braunen gewichen. Ob sie sich mit den Sauen in einer Suhle gewälzt hat? Ich war natürlich gespannt, wo sie aufgefunden wurde.

Harald erzählt mir, dass sie gerade dabei waren einige geschossene Sauen mit dem Wildwagen aufzunehmen. Plötzlich hörten sie in einiger Entfernung Standlaut. Sie machten sich bemerkbar! Plötzlich stand Birka vor ihnen, bellte sie an und drehte sofort wieder ab und entschwand  in Richtung Dickung. Wiederum Standlaut. Birka kam noch einmal, bellte und lief zurück. Harald, ein erfahrener Terrierführer, sowie ein befreundeter Jäger aus Kiel, liefen ihr dann hinterdrein und ihnen bot sich folgendes Bild: In einer Brombeerdickung steckte ein Wildschwein mit einem Keulenschuss, stark von Birka bedrängt. Ein Schuss war in dieser Situation nicht möglich. Letztlich konnte der Frischling abgefangen werden. Harald meinte, dass er so etwas noch nicht erlebt hat. Birka holte sie praktisch zum angeschweißten Wild.

Jetzt aber haben wir uns eine deftige Erbsensuppe mit Einlage verdient. Einen kleinen Leckerbissen (natürlich keine Erbsensuppe) gibt es auch für Birka, denn schon bald steht das kurze zweite Treiben an. Ich hatte heute kein Waidmannsheil, aber ich bin auch so sehr zufrieden. Alle Hunde haben den Jagdtag wohlbehalten überstanden.

Die Tagesstrecke: 22 Wildschweine, 7 Füchse, 1 Hase und dies bei 38 Schützen!

Birka erwarb das Leistungsabzeichen S mit Härtestrich!

Schon lange freuten wir uns auf das letzte Wochenende im Juni.  Mit einer großen Anzahl von DJT-Freunden, aus dem Landesverband Rheinland-Pfalz, trafen wir uns in Grand/Frankreich, um unsere Hunde im Schwarzwildgatter einzuarbeiten und evtl. bei entsprechender Leistung eine Verhaltensbewertung am Schwarzwild im Rahmen der jagdgesetzlichen Vorschriften zu erhalten.

Die Organisation wurde von einem Vorstandsmitglied der DJT-Gruppe Rheinland-Pfalz und unserem Jagdfreund Jean Capesius (Luxemburg) in hervorragender Weise durchgeführt. Hierzu gehört sehr viel Idealismus, wissen doch einige Freunde manchmal nicht was sie wollen …reservieren…absagen…zusagen… absagen… und dann Hotelreservierung und…und…und!

Nach sechsstündiger Fahrt, leider mit großen Staus, kamen wir an unserem Hotel in Neufchâteau an. Zimmer bezogen, Hunde versorgt und dann gemütlich im Restaurant gespeist und das eine oder andere Getränk zu sich genommen. Natürlich gab es viel zu erzählen und ich glaube, die Bedienung war froh, als wir zu später Stunde unsere Zimmer aufsuchten. Um sieben Uhr Aufbruch zum Frühstück, in Frankreich nicht gerade umfangreich, aber völlig ausreichend. Um 09:00 Uhr trafen wir uns in Grand am Wildschweingatter. Unser Landesgruppenleiter Albrecht Veith stellte sich und seine Richterkollegen als Leistungsrichter  vor. Sie hielten eine kurze, aber klar strukturierte Ansprache. Für die Vergabe des Leistungszeichen „S“ ist freies und selbstständiges Suchen und Finden des Schwarzwildes, lautes Jagen und Vorbringen des Wildes erforderlich. Das Leistungszeichen „S/“ (mit Härtestrich) kann vergeben werden, wenn der Deutsche Jagdterrier nach freier und selbständiger Suche das Schwarzwild hart bedrängt (Fassversuche), so dass ein Fangschuss oder Abfangen möglich ist. Für beide Leistungszeichen ist erforderlich, dass der Deutsche Jagdterrier alleine und selbständig arbeitet und sobald er gefunden hat, konsequent am angejagten Stück bleibt. Ausdrücklich wurde darauf hingewiesen, dass wir keine überscharfen Hunde brauchen, die sich total verbeissen und damit sich selbst gefährden. Sollte dies vorkommen, wird dieser Hund von den weiteren Arbeiten ausgeschlossen. Danach wurde die Reihenfolge ausgelost und recht bald mit den Arbeiten begonnen. Ich kam mit Birka nach dem Mittagessen an die Reihe. Sie fand in dem etwas über 3 ha großen Gatter innerhalb von 30 sec. Schwarzwild, bedrängte dieses hart, ausdauernd und brachte dieses mit viel Passion vor. Nach Beendigung der Arbeit war ich natürlich sehr stolz auf meine junge Hündin. Wer seinen Hund optimal auf die Saujagd vorbereiten will, kommt an der Einarbeitung im Schwarzwildgatter nicht vorbei. Durch umfangreiche Forschungsarbeiten wurde eine geringe Stressbelastung der Gattersauen bewiesen. Bei dem großen Sauenaufkommen wird von unseren Jagdhunden verlangt, dass sie die Sauen in ihren Einständen finden und in Bewegung bringen. Hierzu sind gut eingearbeitete und erfahrene Hunde notwendig.

Wie geht es mit Birka weiter? Zur Zeit wird eifrig im Rahmen eines Hundeführerlehrgangs der Kreisgruppe Mayen-Koblenz geübt. Gehorsam, Apport, Schleppen, Schweiß- und Wasserarbeit stehen auf dem Programm. Dies kann ich nur jedem Hundeführer empfehlen, erhalten wir doch durch die gemeinsame Arbeit mit Gleichgesinnten sozialverträgliche brauchbare Jagdhunde.

 

 

Birka´s erste Nachsuche auf Schwarzwild

Es ist Dienstagabend. Heute kam ich etwas später nach Hause, natürlich stürmisch begrüßt von meinen DJT. Um halb sieben schrecke ich aus meinem leichten Dämmerzustand im Stressless-Sessel auf, dass Telefon klingelt. Jagdfreund Ludwig, selbst DJT-Führer, fragt nach, ob ich mit Birka eine Totsuche auf ein Stück Schwarzwild machen möchte. Dieter hat ein Stück beschossen, dass mit gutem Schuss in der Dickung verschwunden ist. Schlagartig bin ich wach! Alle Utensilien zur Nachsuche werden gerichtet und dann fahre ich los. Ludwig möchte ebenfalls mit, um zu schauen, was Birka macht. Wir lassen uns Zeit, es schneit und schneit, nochmal richtiges Winterwetter. Im Wald treffen wir Dieter. Er berichtet, dass er aus einer Rotte von 8 Stücken eines beschossen hat. Deutlich wäre der Kugelschlag zu hören gewesen. Am Anschuss ist Lungenschweiss zu sehen. Ich lasse Birka Witterung aufnehmen, sehr interessiert untersucht sie gründlich die Stelle, wo die Sauen standen. Plötzlich hat sie den Schweiss entdeckt! Hörbar saugt sie sich fest und geht zügig der Fährte nach. Nach ca. 50 m teilt sich die Fährte und Birka zieht nach rechts und wird auf der Spur laut. Der größte Teil der Rotte hat wohl diesen Weg gewählt, die Abdrücke verraten es. Ich sehe auch keinen Schweiss mehr, trage Birka ab und setze sie nochmal an. Jetzt zieht sie nach links und liegt fest im Riemen. Nach weiteren 50 m stehen wir vor dem verendeten Stück Schwarzwild von ca. 50 kg. Birka nimmt das Wild in Besitz und zerrt und beutelt das Stück. Welch ein tolles Ereignis! Ich liebele sie ab, mache sie genossen und zeige ihr, dass sie etwas ganz tolles geleistet hat. Dieter fragt, ob er die Sau mal rumdrehen kann um den Ausschuss zu kontrollieren.

„Natürlich kannst Du das.“
„Ich dachte wegen dem Hund?“
„Dieter, sie ist doch erst sieben Monate alt!“
Er ist noch nicht ganz seinem Stück, da stürzt Birka aggressiv in seine Richtung, so ganz nach dem Motto „Hau ab, das ist mein Stück!“ Gott sei Dank, ich habe sie noch am Schweissriemen. Sie hätte wahrscheinlich Dieter`s Finger getackert.

Fazit: Ein tolles prägendes Erlebnis für Birka . Für mich wird klar, dass ich an erlegtem Wild aufpassen und Birka frühzeitig ablegen muss!

Eine kleine Videosequenz werde ich am Wochenende einfügen.

Update (24.03.2013):

Hier ist das versproche Video der Nachsuche.

Kurztrip nach Nordholland

Ein verlängertes Wochenende wurde genutzt, um ein paar Tage in Nordholland auszuspannen. Natürlich waren unsere DJT-Hündin Ronja (Emma von der Westpfalz) und ihre Tochter Birka vom Keltental, inzwischen 16 Wochen alt, dabei. Bei steifer Prise unternahmen wir lange Spaziergänge an der rauhen Nordsee. Herrlich als Birka hinter den Schaumkronen herflitzte und versuchte diese zu packen. Jedesmal schaute sie überrascht, dass nach einer solchen Attacke nichts mehr zu finden war. Natürlich wurde die Situation genutzt um die Wasserfreude zu fördern. Sie sprang ohne Scheu im Wasser herum, Wellen kein Thema!

An einem Binnensee mit reichlich Schilf entdeckten wir viele Wildenten. Ronja hielt es nicht lange am Ufer und ab ging die wilde Hatz. Was machte Birka? Ohne zu zögern sprang sie ihrer Mutter hinterher und schwamm ein paar Meter hinaus auf´s freie Wasser, machte dann allerdings kehrt und stöberte eifrig und ausdauernd vor mir im Schilf, oft bis in Brusthöhe, im doch schon recht kalten Wasser. Immer wieder gab sie kurz Laut, stand doch die Witterung von vielen Wildenten im dichten Reet. In der Nacht hatte sie dann ausreichend Gelegenheit zu träumen. Mit unserem holländischen Jagdfreund Cees machten wir Spaziergänge über ausgedehnte Polder in der Hoffnung ein paar Hasen anzutreffen. Leider hat es in den letzten Tagen sehr stark geregnet, die Wiesen standen  unter Wasser. Wir konnten leider keinen Hasen vor uns hochmachen, allerdings fand Birka zweimal die schon etwas länger stehende Fährte von zwei Hasen, die wir flüchtend von weitem beobachtet hatten. Hier arbeitete sie sehr eifrig, die Nase immer am Boden, hin und her und … plötzlich … Spurlaut. Herrlich, Frühprägung sei dank, was will man mehr!!! Auf einem nicht gemähten Abschnitt ging es dann richtig zur Sache, Birka konnte einen Fasan nach dem anderen hochmachen und wusste schließlich nicht mehr wohin sie schauen sollte. In alle Richtungen gingen diese ab, insgesamt sieben Fasane. Leider war Sonntag und an diesem Tag darf man in den Niederlanden nicht jagen. Schade! Aber es war trotzdem ein riesiges Erlebnis, besonders für unsere Nachwuchshündin. Cees schenkte Birka einen Löffel vom Hasen den er am Tage vorher geschossen hatte. Sie nahm ihn auch gleich in Besitz und trug ihn mit sichtlichem Stolz in ihre Autobox. Ronja sah das Ganze mit Gelassenheit. Sie dachte wohl: „Lass mal die Jugend“!

Vorträge der Jagdhundeschule Heßling

Liebe Jagdhundefreunde,

am 17.12.2012 bietet die Jagdhundeschule Heßling zwei Vorträge an.

18:00 Uhr; Zuverlässiger Apport im Wasser und auf dem Land, Referent: Anke Heßling, Verbandsrichterin
19:00 Uhr; Neue Wege in der Schweißarbeit, vom Verweiserstock bis zur Flüsterleine; Referent: Theodor Heßling, Kynologe

Anschließend ist Gelegenheit zu einer gemütlichen Gesprächsrunde mit den Referenten zu Fragen rund um den Jagdhund.

Treffpunkt: Hotel zum Wiedbachtal, Fam. Bolländer, Wiedstr. 14, 56303 Döttesfeld, Tel. 02685/1060, Fax 02685-8660. Übernachtungsmöglichkeiten im Hotel sind vorhanden.

Kosten: Für Mitglieder der JKF kostenlos; für Nichtmitglieder 20,00 €

Alle Welpen aus dem B-Wurf vermittelt!

Liebe Jagdterrierfreunde vom Keltental,

alle Welpen aus dem B-Wurf sind vermittelt. Bautz ging nach Konz, Blacky nach Aschaffenburg, Balou nach Kozen in Belgien und Blitz nach Elin-Pelin in Bulgarien. Alle neuen Besitzer sind glücklich über Ihren neuen Zuwachs. Blitz wurde von seinem Herrchen persönlich abgeholt. Ja, Bulgarien liegt nicht gerade mal so um die Ecke. Rund 20 Stunden Fahrzeit (einfache Strecke!) lagen hinter Nikolov als er seinen Hund in die Arme nehmen konnte. Ich hoffe, dass aus diesen Welpen gute Jagdhunde werden. Die Grundlagen sind gelegt, nun sind die neuen Besitzer gefordert. Ich bin mir aber sicher, dass wir von dem einen oder anderen DJT etwas berichten können. Alle Welpenbesitzer versprachen Ihren Hund jagdlich auszubilden und auf Prüfungen zu führen. Ich bin gespannt!!!

Die Welpen sind da!

Nach dem gestrigen schwülen Tag wurde Ronja gegen Abend unruhig. Ein ständiges Hin und Her, immer wieder hinaus in den Garten zum Lösen, dann Hecheln, Hecheln und nochmal Hecheln. Immer öfter ging sie zu ihrer Wurfkiste und machte dort alles für ihren Wurf zurecht.

Um 0:30 Uhr war es soweit, der erste Welpe wurde gewölft. Ich beschränkte mich nur auf das Zuschauen. Sie kümmerte sich intensiv um das Neugeborene, putzte und leckte es, nabelte es ab und frass die Eihülle und Nachgeburt vollständig auf. Ich war bei der Hündin wohl abgeschrieben. Ich hatte auch nichts anderes zu tun, als ab und an die nass gewordenen Laken und Tücher auszuwechseln und beruhigt durchzuatmen. Die nachfolgenden Welpen kamen dann in Abständen von fünfundzwanzig Minuten bis zu eineinhalb Stunden.

Alle Welpen strebten mit einer ungeheuren Energie zur Milchbar. Manchmal war die Mutter noch mit dem Abnabeln des einen Welpen beschäftigt, während der Nächste schon wieder geboren wurde. Während der Wehenpausen beschäftigte sich Ronja mit ihren bereits geborenen Welpen. Putzen, verschnaufen, hecheln, putzen, und alles wieder von vorn. So verlief die Geburt ohne Probleme. Der letzte Welpe kam um 04:55 Uhr auf die Welt. Vier Rüden und eine Hündin vergrößern nun die DJT-Welt.

Hund geschafft, Herrchen geschafft, Frauchen geschafft und die Welpen satt und rund, aber es ist doch ein unvergessliches Erlebnis! Den fehlenden Schlaf holen wir nach!

Jagdhundeseminar mit Theodor und Anke Heßling

Vom 19.07. bis 22.07.2012 trafen sich einige Jagdhundeführer in Döttesfeld/Westerwald, um mit ihren Jagdhunden unter der Anleitung von Theodor Heßling, bekannter Hundeausbilder, Autor bei Wild & Hund, und seiner Tochter Anke Heßling einen Führerlehrgang zu absolvieren. Ja, sie lesen richtig! Theodor Heßling begann das Seminar mit den Worten:

Wir machen mit Ihnen keinen Hundelehrgang, sondern einen Führerlehrgang.

Schon bald merkten wir auch warum! Ohne Umschweife mit klaren Worten, wurde jedem Hundeführer sein Verhalten dargelegt und erläutert. Ob auf dem Trainingsgelände, in der Stadt oder im Wald, immer gab Theodor Heßling sowie seine Tochter Anke Heßling jedem Einzelnen Tipps und Ratschläge damit das Miteinander mit seinem Hund verbessert werden konnte.

Am Sonntagmittag waren sich alle einig: Dieses Seminar war Spitze! Einige Momente habe ich in der Bildergalerie festgehalten.

Wir freuen uns auf die Welpen!

Das Daumendrücken hat sich gelohnt. Ronja nimmt nun merklich an Umfang zu. In knapp drei Wochen wird der Wurf erwartet. Die Verpaarung lässt leistungsstarke Welpen erwarten.

Folgende Zuchtwertschätzung liegt der Verpaarung  von Carlos vom Pahlsteich und Emma von der Westpfalz zugrunde:

Größe 97; Nase 120; Spurlaut 113; Härte 114; Wasserfreude 113; (akt. Werte Dogbase vom 07.08.2012)

Ein Insider liest diese Zahlen und weis sofort etwas damit anzufangen. Aber was sagen diese Zuchtwerte einem Jäger und Führer der noch keinen Deutschen Jagdterrier geführt hat?
Seit vielen Jahren werden beim Deutschen Jagdterrier alle Informationen zur Leistung und Vererbung von Vorfahren, Elterntieren, Wurfgeschwister, Onkel, Tanten, Cousins, Cousinen, usw. gesammelt. Durch diese Informationen erhalten wir ein umfassendes Bild über die Gene, die in der Familie bzw. Linie vorkommen. Hierdurch erhalten wir eine Prognose zum geplanten Deckakt. Die Prognose wird durch einen Zahlenwert ausgedrückt, der Zuchtwert genannt wird.

Der Zahlenwert 100 steht für den Rassedurchschnitt, größere Werte bedeuten, dass das Merkmal verstärkt, niedrigere Werte, dass das Merkmal verringert wird.

Bei unseren Deutschen Jagdterriern werden die Merkmale Größe, Nase, Spurlaut, Härte und Wasserfreude einer Zuchtwertschätzung unterzogen.

Praktisches Beispiel anhand unserer Verpaarung:

Größe:  97; Reduktion in der Nachzucht zu erwarten, d.h. Welpen werden im Schnitt etwas kleiner sein als Ihre Eltern

Nase:  120; überdurchschnittliche Nasenleistung zu erwarten

Spurlaut:  113; Härte: 114; Wasserfreude: 113; ebenfalls deutliche Steigerung zu  erwarten.

Welpenanfragen nehmen wir gerne über die Kontaktadresse entgegen!